Die Abfahrer
Die Abfahrer ist ein Film von 1978.
Das Hüttenwerk soll geschlossen werden, ein Gerücht das durch die Siedlung geht und schon einige Menschen arbeitslos gemacht hat.
Atze, Lutz und Sulli sind schon seit einiger Zeit arbeitslos und vertreiben sich ihre Zeit im Hinterhof vor einem kleinen Anbau.
Nachbar Hermann will nach Lübeck umziehen, jedoch ist der LKW defekt und er wird vorübergehend vor der Einfahrt des Anbaus geparkt.
Von der defekten Bremse wissen die 3 jungen Männer jedoch nichts und während andere ein Fußball Länderspiel in der Kneipe ansehen,
beschließen die drei eine kurze Runde mit dem LKW zu drehen. Die kurze Runde wird jedoch etwas länger als sie Svea begegnen, die
sich gerade mit ihrem Freund gestritten hat und an einer Raststätte sitzt. Kurzerhand wird diese nach Münster gebracht, ihr zu Hause.
Aber irgendwie gefallen ihr die drei und sie beschließen den LKW nach Siegen zu bringen, denn in den Papieren steht, das die Möbel
dorthin sollen. Atze will Hermann, dem Nachbarn bescheid geben und erfährt am Telefon das das Werk nun endgültig geschlossen ist und sie
entschließen sich zur Rückkehr. Mit einer Fahrt in die Nacht endet der Film.
Zum Teil kam er mir vor wie eine Doku, so von der Art her, man muß schonmal genauer hinhören um alles zu verstehen.
Der Film zeigt jedoch die Langeweile die arbeitslose Jugendliche, abgestempelt von der Gesellschaft hatten. Und ebenso
die Kreativität der jungen Männer. So stehlen sie von einem Schrottplatz Autoteile, damit Sulli sich ein Cabrio basteln kann.
Also darauf muß man erstmal kommen. Lutz hält die Arbeitslosigkeit vor seiner Mutter noch geheim. Der Versuch es ihr plausibel
zu machen scheitert. Das ist witzig gemacht, die 3 Typen sind schon ganz lustige Figuren, was nicht negativ gemeint ist.
Jeder an sich ein Unikat. Vom Aussehen bis zum Charakter der gespielt wird.
Er ist ab 6 Jahren freigegeben und dauert 97 Minuten. Regie führte hier Adolf Winkelmann.
Fazit: Ein alter Film mit Hintergrund und viel Witz und Tragik zugleich. Dazu noch Ruhrpottflair, das leider oft im dunklen versinkt.
Mir hat er gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil der Trilogie.
Ein Tip von Jörg, vielen Dank dafür!

Darsteller:
Atze - Detlev Quandt
Lutz - Ludger Schnieder
Sulli - Anastasios Avgeris
Svea - Beate Brockstedt
Lutz Mama - Tana Schanzara
Hermann - Hermann Lause