Die Axt
Die Axt ist ein Thriller/Sozialsatire aus Frankreich aus dem Jahr 2005
Bruno wird von heute auf morgen arbeitslos. Die Papierfirma fusioniert, wird umgebaut und schon sitzt er auf der Straße.
Bei seinen Qualitäten findet er sicher schnell etwas neues, davon ist nicht nur er überzeugt. Er bewirbt sich 2 Jahre lang
ohne großen Erfolg. Hier und da mal ein Vorstellungsgespräch und das war es. Als die Geldsorgen kommen, seine Frau wieder
arbeiten geht hat Bruno eine ziemlich überdrehte Idee. Er würde ja Arbeit finden, wenn die Konkurrenz nicht wäre. Er erfindet
eine Firma und macht eine Stellenausschreibung. Die mit den besten Lebensläufen und Zeugnissen will er aus dem Weg räumen.
Dazu noch den Chef einer Firma namens Arcadia, schließlich ist das der Job den er machen möchte. Nach und nach bringt er
die Konkurrenten um. Einer nimmt ihm die Arbeit ab und erhängt sich, nachdem er sich mit Bruno unterhalten hat. Die Polizei
geht jetzt davon aus, das der Selbstmörder auch der Mörder der anderen war. Mit dem alkoholkranken Chef von Arcadia ist Bruno
schnell fertig. Ein kleiner Gasunfall, wenn es auch anderes geplant war, räumt ihn aus dem Weg. Bruno erhält den Chefposten.
Eine ziemlich rabenschwarze Inszenierung ist der Film, der die Verzweiflung eines Arbeitslosen Familienvaters und die Taten
die aus dieser entstehen zeigt. Ein Schuß und der erste ist tot. Bei einem Opfer mußte auch die Ehefrau dran glauben, ein
Mann landet nach den Blumen kaufen im Kofferraum . Nichts ist unmöglich, wenn man ein Ziel erreichen will. Zwischendurch
immer mal wieder lustige Szenen mit der Familie oder mal ein Ehestreit. Selbstmordabsichten sind nur von kurzer Dauer.
Hier wird einem vor Augen geführt zu welchen Dingen Menschen fähig sind, wenn sie wegrationalisiert werden. Sicher nur ein Film,
aber in der heutigen Zeit gar nicht mal so abwegig. Eigentlich sollte man Bruno hassen, aber das funktioniert einfach nicht.
Mir war er trotz der Morde noch sympathisch, er konnte so schön lächeln. Selbst die Polizei führte aufs Glatteis.
Ein Film für Krimi und Thrillerfreunde genau so, wie für Freunde des schwarzen Humors. Lief auf ARTE und da habe ich ihn auch gesehen.
Regie führte hier Costa Gavras, der Film ist freigegeben ab 16 Jahren und hat eine Länge von 120 Minuten.

Darsteller:
Bruno - José Garcia
Marlene - Karin Viard
Maxime - Geordy Monfils
Betty - Christa Theret
Hutchinson - Ulrich Tukur
Machefer - Olivier Gourmet
Etienne Barnet - Yvon Back
Inspecteur Kesler - Thierry Hancisse
Judy Rick - Marie Kremer
Iris Thompson - Olga Grumberg