Spiele der Macht - 11011 Berlin
Spiele der Macht - 11011 Berlin ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2005
"Wem sollen wir denn das Regieren sonst überlassen?"
Mit diesem letzten Satz des Bundeskanzlers endet ein Spielfilm der einen Einblick in die praktische Welt des Berliner Politikbetriebs
mit all seinen Stärken und Schwächen gibt. Im politischen Zentrums Deutschlands treffen eine Wissenschaftlerin, Sara, und der besagte
Bundeskanzler aufeinander. Die Wissenschaftlerin, die Politik in der Theorie kennt, lässt sich vom Charme des Bundeskanzlers einfangen
und muss sehr schnell feststellen, dass die politische Praxis völlig anders läuft.
Der Bundeskanzler, privat psychisch geschwächt durch einen tragischen Autounfall seiner Tochter, politisch klischeehaft mit einer
Spendenaffäre in Verbindung, holt die Wissenschaftlerin zu sich, um einen außenstehenden Blick auf sein politisches Handeln zu erhalten.
In Wirklichkeit lanciert er Details zur Spendenaffäre durch sie an die Öffentlichkeit - und der Kopf des Stabschefs fällt. Er nimmt die
alleinige Verantwortung auf sich. Damit sind alle Vorurteile bestätigt! Der Bundeskanzler geht in Selbstgefälligkeit auf, alles vollkommen
normal für ihm. "Wem sollen wir denn das Regieren sonst überlassen?"
Umrahmt wird das ganze noch durch eine Dreiecksliebesgeschicte zwischen Sara, ihrem Freund, der in Hamburg als Arzt arbeitet und Stefan,
einem ehemaligen Freund von der Universität der mittlerweile im Kanzleramt beschäftigt ist.
Für Freunde der Politik gut geeignet, wer sich nicht für Politik interessiert, der kann die 90 Minuten seines Lebens besser anders verbringen.
Die DVD ist aus der Reihe Brigitte Film Edition Starke Frauen.
Regie führte Markus Imboden und der Film hat eine Länge von 85 Minuten
Bewertung von Sascha Drewitz
Darsteller:
Sara Kardow - Martina Gedeck
Bundeskanzler - Manfred Zapatka
Stefan Kronsberg - Axel Milberg
Horst Weihmann - Joachim Bißmeier
Jochen Collien - Bernhard Schütz
Ingo - Thomas Dannemann
Vera - Natascha Paulick