Ein Dorf sieht schwarz, Frankreich
Der Film Ein Dorf sieht schwarz beruht auf einer wahren Begebenheit. Er spielt im Jahr 1975.
Die Familie Zantako kommt ursprünglich aus Zaire. Vater Seyolo hat in Lille studiert und möchte gerne in Frankreich bleiben.
Hier herrscht Ärztemangel und er will eine Praxis übernehmen. Sohn Kamini, Tochter Sivi und Ehefrau Anne sind eher skeptisch.
Großstadt ade, Landluft ist angesagt. Die Dorfbewohner aus der Gemeinde Marly Gomont haben zwar keinen Arzt, möchten aber auch
keinen schwarzen Arzt. Sie boykottieren die Praxis, gehen lieber in den Nachbarort. So muß Seyolo sich bei einem Bauern sein
Geld verdienen. Zwar heimlich, aber natürlich kommt Anne dahinter. Aber Seyolo ist immer guter Dinge und denkt das sich alles regelt,
man braucht Geduld und muß freundlich sein. Er geht jeden Abend in die Dorfkneipe und kommt den Bewohnern näher.
So langsam vertrauen sie dem Arzt, er hilft einem kleinen Mädchen bei ihrem furchtbaren Ausschlag und nach und nach füllt sich die
Praxis. Es geht eine Zeit lang gut, bis die Politik hinterrücks mitmischt. Neuwahlen stehen an und der Kandidat Lavigne möchte die
Wahl gewinnen und streut Gerüchte die bis hin zur Verhaftung von Dr. Zantako führen. Letztendlich hilft eine Theateraufführung der Schule
die Familie wieder ins rechte Licht zu rücken. Der Wahlkampf wurde durch die Kinder und durch die, die sonst nie wählen gehen, entschieden.
Der Film ist witzig gemacht, schwarzer Humor trifft es hier sicher auch. Die kleinkarierten Dörfler brauchen sehr lange bis sie sehen,
das die Familie ganz normal ist, nur halt dunkelhäutig. Die Sprache erinnert sehr an die Schtis, was mir den Film noch sympathischer
machte. Seyolo Zantoko ist ein unglaublicher Optimist, seine Frau die Skeptikerin. Die Kinder kämpfen in der Schule gegen Mobbing.
Trotz all der Widrigkeiten gegen die die Familie kämpfen muß, schaffen sie es, sich im Dorf zu etablieren. Wenn es auch lange dauert.
Ganz klar ein Film gegen Rassismus, aber mal lustig dargestellt. Ohne den bösen Zeigefinger. Idee für den Film hatte der Verstorbene
Dr. selbst. Regie führte hier Julien Rambaldi, der Film dauert ca 94 Minuten, ist FSK0 und aus dem Jahr 2017.
Bewegend und witzig. Der Film hat eine eigene Homepage

Darsteller:
Seyolo Zantoko - Marc Zinga
Anne Zantoko - Aïssa Maïga
Kamini Zantoko - Bayron Lebli
Silvi Zantoko - Médina Diarra
Bauer Jean - Rufus
Rene Ramollu - Jean-Benoît Ugeux
Lavigne - Jonathan Lambert