Dornröschen erwacht
Dornröschen erwacht ist ein Film aus dem Jahre 2005
In dem Drama erwacht Juliane Meybach nach 3 Jahren aus dem Koma mit erheblichen Gedächtnislücken. Die letzten 8 Wochen nach der
Beerdigung ihres Vaters sind komplett verschwunden. Die ehemals erfolgreiche Pianisten kämpft sich zurück ins Leben und entdeckt
dabei das ihre beste Freundin mit ihrem Mann seit Jahren ein Verhältnis hatte, jetzt leben sie schon zusammen. Ihre Tochter Antonia
ist ihr fremd geworden, 3 Jahre sind in der Pubertät auch eine lange Zeit. Es hat sich vieles verändert, denn ihr Vaterhaus wurde unter
seltsamen Bedingungen verkauft. Sie hätte es gerne zurück. Immer wieder kommen Bilder hoch die sie davon überzeugt das ihr Mann sie
umbringen wollte. Sie spürt die Gefahr, weiß aber nicht ob ihre Bilder richtig sind. Ihre Amnesie spielt ihr einen Streich. Sie sucht
sich eine Therapeutin und geht zur Polizei, die sie nicht ernst nimmt und dafür sorgt das sie wieder in die Klinik kommt.
Im Endeffekt kommt es hier zur Lösung des Rätsels, ihr Therapeut kannte sie bereits von früher und mußte sie abgeben. Warum das so ist?
Das lasse ich hier mal offen stehen und am Ende löst sich das ganze Rätsel auf.
Dieses Psychodrama hat mich durch seine Ruhe absolut überzeugt. Enden solche Filme doch meist in einem lauten Desaster, sind es hier die
leisen Töne die für Spannung sorgen. Die fast schon lautlose Auflösung des Rätsels, das beinahe flüsternde Geständnis aus einem leeren Gesicht.
Zwischendrin weiß man als Zuschauer eigentlich nicht, was ist richtig, was ist falsch, beziehungsweise was sieht Juliane so wie es war und
was ist Fiktion ihrer Amnesie. Wer meint es gut, wer hat sie betrogen, wollte sie sich umbringen oder war es ein Anschlag?
Diese Fragen werden natürlich beantwortet, ganz zum Schluß. Wer Dramen mag und Intrigen ist hier richtig beraten.
Die Schauspieler sind richtig toll besetzt, ganz besonders gefiel mir die Tochter Antonia deren Besetzung ein Volltreffer war. Das gilt jedoch
auch für alle anderen Charaktere. Die zarte Nadja Uhl als Patientin hat ebenfalls eine Glanzleistung vollbracht.
Regie führte hier Elmar Fischer, der film ist ca 90 Minuten lang, meine Version gehört zu der Brigitte Film Edition. Eine wunderbare
Sammlung von 10 Filmen, in jedem Film hat eine andere Dame ihre Hauptrolle.
Darsteller:
Juliane Meybach - Nadja Uhl
Prof. Seebaldt - Ulrich Tukur
Stefan Meybach - Misel Maticevic
Inga Müller - Marie-Lou Sellem
Antonia Meybach - Nina Gummich Herr Wilms - Jürgen König