Der Drücker
Der Drücker ist ein deutscher Film von 1986
Tommy wohnt mit 22 Jahren noch bei seinen Eltern, er hat Schulden und keine Arbeit. Sein Vater geht ihm ziemlich auf die Nerven mit seinem Gemecker.
In einer Zeitungsannonce findet er ein Stellenangebot das er gerne annimmt. 400 DM in der Woche, damit kann er seine Schulden abzahlen und es seinem
Vater zeigen. Und das beste, er hat mit seinen Kollegen eine Unterkunft. Das er dafür mehr bezahlen muß als ihm lieb ist, weiß er anfangs noch nicht.
Er gerät in eine Drückerkolonne und muß Zeitungsabos verkaufen. Freunde werden Feinde, die Stimmung in der Unterkunft wird immer mehr von Mißtrauen,
Haß und Gewalt verdorben. An aussteigen ist gar nicht zu denken und wer nichts verkauft wird körperlich mißhandelt.
Ein Fluchtversuch scheitert und Tommy eckt immer mehr an. Zum Schluß schafft er zwar den Ausbruch, aber kurz vor seinem Ziel, dem Krankenhaus in dem
seine Schwester arbeitet, wird er von Kalle eingefangen. So endet der Film und man kann sich gut vorstellen was mit Tommy passiert.
Ungeschönt und voll psychischer Gewalt wird hier eine Drückerkolonne dargestellt. Der soziale Abstieg junger Leute die verschuldet, vorbestraft oder
arbeitslos sind endet in totaler Erniedrigung. Von den versprochenen 400 DM bleibt am Monatsende wenig bis nichts übrig und die Jungs und Mädels haben
keine Chance aus dem Mief zu entfliehen.
Mir hat der Film gut gefallen, er zeigt das Leben der modernen Sklaverei in solchen Drückerkolonnen ziemlich realistisch. Die Schauspieler setzen sich
aus Profis und Laien zusammen, was den Streifen authentisch macht.
Regie führte hier Uwe Friessner, der Film dauert 102 Minuten und ist FSK 12.

Darsteller:
Tommy - Andreas Buttler
Erich - Herbert Raule
Timmi - Uli Krohm
Eva - Sabine Bellstedt
Kalle - Heinz Hoenig