Eisige Schwestern
Ein Psychothriller von S.K. Tremayne.
Die sechsjährige Lydia kommt durch einen tragischen Unfall ums Leben und hinterläßt ihre Eltern und eine Zwillingsschwester.
Kirstie, die Schwester leidet wie ihre Eltern sehr unter dem Tod der Schwester und beginnt sich zu verändern. Sie behauptet steif und fest
sie wäre Lydia und nicht Kirstie, und ihre Mutter fängt an zu zweifeln weil sich das Verhalten ihrer noch lebenden Tochter
immer mehr zu dem entwickelt, das die verstorbene Tochter an sich hatte. Die Familie beschließt wegzuziehen, raus aufs Land, oder besser
ans Ende der Welt? Auf eine Insel mit einem Leuchtturm wollen sie in Zukunft leben. Ein heruntergekommener Leuchtturm, ein Platz wo man
alles kann, außer sich wohlfühlen soll die neue Heimat werden. Hier soll Kirstie sich erholen und das ganze verdauen.
Oder ist es doch Lydia? Die Mutter, die seltsam verschwiegen ist, ist mittlerweile davon überzeugt das sie die falsche Tochter haben beerdigen lassen.
sie entschließt sich mit ihrem Mann Angus, der seltsam versoffen ist, die Trauerfeier nachzuholen.
In der Schule wird Kirstie bzw Lydia gemobbt weil sie mit ihrer toten Schwester spricht.
Sie sieht sie im Spiegel, im Fenster, einfach überall. Ständig sagt sie das sie noch da ist.
Leider versäumen die Eltern es darauf einzugehen und die Neurose kann sich so weiterentwickeln. Eine Mutter die alles verschweigt,
ein Vater der alles runterspült und niemand kann dem Kind helfen.
Die Kapitel enden immer so spannend, das man das Buch gar nicht weglegen will. Man muß einfach immer wissen, wie es weitergeht.
Beide Elternteile haben Rachegelüste und es kommt erst sehr spät raus warum das überhaupt so ist.
Alles in allem ein klasse Thriller, der unter die Haut geht. Allerdings hätte ich mir das Ende anders vorgestellt.
Das war etwas enttäuschend als alles aufgelöst wurde. Der Weg bis dahin war allerdings echt super!
Erschienen bei droemer-knaur unter ISBN: 9783426520147