Am Ende siegt die Liebe
Am Ende siegt die Liebe ist ein Buch aus der Reihe Erfahrungen. Unter dem Pseudonym Claudia Mehler schreibt die
Mutter hier über den Missbrauch ihrer Tochter, vielmehr jedoch über den Behördenkampf der Eltern.
Die Familie lebt in Italien, aber da ist glaube ich zweitrangig. Die Mutter holt ihre Tochter mal rein zufällig
früher von der Schule ab, sie sieht wie sie sich beim Hausmeister "verabschieden muss". Zunächst verwirrt fragt
die Mutter los, warum ihre Tochter sich so verabschiedet sind. Zur Antwort kommt, weil sie Freunde seien und außerdem
wäre es ein Geheimnis. Geheimnis ist wohl das schlimmste Wort was Eltern in solch einem Zusammenhang hören möchten.
Behutsam und langsam fragt die Mutter weiter, tagelang, wochenlang bis sie das Geheimnis ein wenig entschlüsseln kann.
Jetzt machen auch all die Dinge Sinn, die vorher für die Eltern unerklärbar waren. Kopfschmerz, Reizbarkeit, Blasenschwäche.
Kurzerhand gehen sie zur Polizei, zu den zuständigen Behörden um sich Hilfe zu erhoffen. In der Schule heißt es, das S. krank sei.
Schließlich möchten sie das der Hausmeister, oder waren es gar beide, auch bestraft werden. Das ganze zieht sich lange hin.
Die Eltern erhoffen sich zum Schluß Hilfe bei der Klassenlehrerin, doch auch der Schuß geht nach hinten los. Fassungslos
geben die Eltern das Kind auf eine andere Schule. Der Hausmeister wird nie bestraft. Die Mutter hat keine Kraft mehr.
Das ganze System hat versagt, meiner Meinung. Auch hier werden die Opfer bestraft und die Täter beschützt. Das muß aufhören.
Ebenso zeigt das Buch hier die unendliche Liebe einer Mutter zu ihren Kindern. Was schöneres gibt es doch nicht.
Erschienen bei bastei lübbe unter ISBN: 9783404608249