Ein Engel verschwindet
Ein Engel verschwindet ist eine dreiteilige Serie aus Frankreich. Das Mädchen Aurore ist 10 Jahre alt und möchte tanzen.
In einem rosafarbenen Tüllrock und mit einem Walkman ausgestattet tänzelt sie durch die Straßen einer Kleinstadt in Südfrankreich.
Immer auf der Suche nach etwas zu essen, denn ihre Mutter hortet nur Bier im Kühlschrank. Die Mutter ist eine Prostituierte die
ihre Freier zu Hause empfängt, das Zimmer ist lediglich durch einen Raumtrenner von Aurores Bereich getrennt. So erfährt das Mädchen
sehr früh was Sex ist, und wird auch mit einbezogen, dieses läßt sich aber nur erahnen. Jeder der ihr begegnet wird nach essbarem
gefragt. Auf einem Spieltplatz sitzt der kleine Paolo mit seiner noch kleineren Schwester. Er hat Kekse!
Aurore will sie haben. Mit einer List bringt sie den kleinen Jungen dazu, ihr und ihrem Freund zu folgen. In einem verlassenen runtergekommenen
Wohnnhaus will sie ihm die Kekse abnehmen, sie hat solch einen Hunger, er möchte sie ihr immer noch nicht geben. Schließlich fällt sie den
Jungen an und drückt viel zu lange auf seinen Hals. Er ist tot. Unbemerkt bliebt, das die Schwester Maya den Jugendlichen gefolgt ist
und alles mit angesehen hat. Mit der Hilfe ihres Freundes wirft sie den kleinen Paolo in das nahegelegene Fischbecken.
Maya sieht alles mit an und steht unter großem Schock. Die Kinder werden natürlich vermißt und die Polizei findet erst das Mädchen,
das sich nicht von der Stelle gerührt hat und später auch den Jungen in dem Becken.
Aurore und ihr Freund werden verhört und halten sich wacker. Nichts wird verraten, aber ein Fingerabdruck führt die Polizei auf die richtigeSpur.
Aurore wird für lange Zeit weggesperrt. Als guter Mensch verläßt sie ihr Gefängnis und beginnt ein neues Leben. Sie bekommt ein Kind und lebt
ab sofort unter anderem Namen in Marseille. Ein Journalist kommt ihr auf die Spur und möchte eine Story über sie bringen. Obwohl sie es nicht
möchte kommt ihr Bild mit einer eindeutigen Überschrift in die Zeitung. Sie verliert ihren Job als Köchin und hat Angst um ihre Tochter.
Zur gleichen Zeit sieht auch Maya das Bild in der Zeitung. Sie macht sich auf den Weg um Aurore und ihre Tochter zu finden. Mayas Vater
ist dagegen, kommt aber nicht weiter bei seiner Tochter. Aurore findet den Weg zu einem früheren Freund, sie will sich verstecken, hat Angst.
Die alten Geister kommen wieder hoch. Als sie ihre angeblich kranke Mutter besuchen muß, verschwindet Maya, die sich inzwischen mit ihr
angefreundet hat mit ihrer Tochter Rose. Sie möchte das Aurore Angst hat, so richtig Angst um ein kleines Kind....
Ich sag es mal gleich, Rose passiert nichts. Aber man kann die Angst spüren die Aurore durchmacht. Ebenfalls die kaputte Seele von Maya.
Während der erste Teil der Serie in den 80ern spielt, was am Song "Walk like an egyptian" gut zu erkennen ist, spielen die anderen Teile
in der Gegenwart. Spannung von Anfang bis Ende und der Versuch die Vergangenheit zu vergessen und ruhen zu lassen. Die Schauspieler
waren sehr gut ausgewählt, eine große Schuld vergeht niemals, das wird ebenfalls klar. Dramatik pur! Absolut sehenswert meiner Meinung nach.
Jede Folge dauerte ungefähr 55-56 Minuten. Soweit ich weiß ist es noch nicht auf DVD zu haben. FSK ist mir ebenfalls noch unbekannt.
Wer auf Psycho TV steht, ist hier richtig gut bedient. Frankreich 2017.
Regie führte hier: Laetitia Masson
Darsteller:
Aurore - Elodie Bouchez
Maya - Lolita Chammah
Aurore jung - Mélody Gualteros
Maya jung - Ella Brunetto
Paolo - Mathias Semin
Leonard - Maurice Greene
Mutter von Aurore - Aurore Clement
Vater Maya - Andre Wilms
Francois Ravel - Philippe Rebbot
Chris - Jose Cabreira