Soweit die Füße tragen
Soweit die Füße tragen von Josef Martin Bauer
Nach dem 2. Weltkrieg werden rund 3,5 Millionen deutsche Kriegsgefangene zu 25 Jahren Zwangsarbeit nach
Sibirien verfrachtet. In dem Zug von Clemens Forell sind es 1950 Männer, wovon nur 1236 Sibirien überhaupt
erreichen. Arbeit in einem Bleibergwerk. Der erste Fluchtversuch scheitert und man hat ab sofort einen Blick
auf Forell. 4 Jahre später gelingt Forell die Flucht, dank seines Arztes, ebenfalls ein deutscher Gefangener.
Bis zur Grenze sind es 14000 Kilometer. Zwischen Bangen und Hoffen, mehr am Tod als lebendig kämpft
Forell sich durch das Land im ewigen Eis. Anfangs wollte er sich von Menschen fern halten, aber ohne wäre er
verloren. So schließt er sich an, an Rentreiber, an Halunken, Goldgräber, Jäger.
3 Jahre lang geht Clemens Forell durch die Hölle. Er trifft auf viele gute Menschen, die Russen sind herzlich.
Ebenso gerät er oft in tödliche Gefahr.
Das Buch habe ich gekauft weil mir das Cover und der Titel so gut gefallen hat. Das ich es so verschlingen
würde, damit habe ich nicht gerechnet. Fesselnd von Anfang an, ich habe mitgelitten und konnte das
Buch kaum aus der Hand legen. So hatte ich den dicken Wälzer auch recht flott durch.
Das Buch ist 1955 erschienen und wurde von Josef Martin Bauer geschrieben. Es beruht auf Tatsachen, lediglich
der Name Clemens Forell ist erfunden. Nach der schwarze Obelisk und Soweit die Füße tragen muß ich mir doch
überlegen, öfter zu alter Literatur zu greifen.
Ein absolut empfehlenswertes Buch, mit Liebe und von Herzen gerne gelesen.
Sonderauflage im Karl Müller Verlag erschienen, unter ISBN:978-3-940984-23-4