Der Glasmurmelsammler von Cecelia Ahern
Fergus erleidet einen Schlaganfall und seine Tochter kommt über Umwege an ein paar Kisten mit seinen Sachen.
In einer dieser Kisten ist eine Sammlung von Murmeln, die mit denen man als Kind spielt. In vielen Ausführungen
und Farben, genau aufgelistet mit Wertebestimmung dahinter. Sabrina arbeitet als Rettungsschwimmerin in einem
Altenheim und hat wenig Zeit für privates. Als sie jedoch die Sammlung sieht, wovon sie überhaupt keine Ahnung hat,
wird sie neugierig und traurig zugleich. Wie weit kennt sie ihren Vater? Warum wußte weder sie, noch ihre Mutter
von dieser Sammlung? Seit wann sammelt er und warum hat er es niemandem erzählt? Die Tochter macht sich auf die Suche
nach den fehlenden Murmeln, dem Vater den sie scheinbar nicht mehr kennt und ihrem eigenen Ich.
Ich habe mir anfangs die Frage gestellt, ob man einen Roman mit Murmeln füllen kann. Ja, man kann. Die Geschichte hat
mir ganz gut gefallen, man konnte es recht flüssig lesen. Es wird einmal aus Sabrinas Sicht und einmal aus Fergus Sicht
geschrieben. Manchmal wußte ich nicht genau wer jetzt schreibt, aber das wurde dann recht schnell klar. Ein wenig verwirrend
war das für mich und ein wenig sehr ausschweifend was die Murmeln angeht. Das ist sicher schön für Liebhaber der kleinen
Glaskugeln aber für mich war der Teil etwas zu viel. Die Geschichte ist jedoch echt schön gestaltet und am Ende findet
die Tochter natürlich die fehlenden Kugeln, bzw bekommt sie zurück. Geheimnisse und falsche Identitäten des Vaters
werden aufgedeckt und zum Schluß weiß Sabrina auch wieder was sie will.
Der Roman ist nett zu lesen, da meine ich auch so, aber gefühlsmäßig bin ich jetzt nicht geflasht.
Erschienen bei Fischer unter ISBN: 9783596193356