Herbert
Herbert ist um die 50 Jahre, ehemaliger Boxer, Türsteher und Trainer als er die Diagnose A L S bekommt.
Auf einmal wird die Tochter, die er seit sie 6 war nicht mehr gesehen hat, wichtig für ihn. Diese will jedoch nichts
mehr von ihm wissen, zu lange ist es her und sie ist selbst Mutter einer Tochter. Nur Herberts Freundin Marlene hält
weiter zu ihm. Ein Mann wie ein Baum mussdamit leben das er sich bald nicht mehr bewegen kann, das er im Rollstuhl
sitzt und das er nicht mehr gebraucht wird. Sein Schützling hat einen neuen Trainer, die Tochter will ihn nicht sehen,
und sein Enkelkind kennt ihn nicht mal. Sein letzter Kampf beginnt, er möchte die wenige Zeit die ihm noch bleibt damit
verbringen sich mit seiner Tochter zu versöhnen. Am Ende kann Herbert nur noch die Augen bewegen. Die furchtbare Krankheit
hat ihn zu Boden geschmissen.
Der Film hat mir sehr gut gefallen, ein Kerl wie ein Baum der nach und nach umkippt ist zwar kein schönes Filmthema,
aber es zeigt einem wie schnell es gehen kann das alles vorbei ist. Es gibt einen Blick auf die wichtigen Dinge, die Familie,
die Freunde, wer ist dann noch da? Und vielleicht zeigt es auch, das man sich versöhnen sollte, bevor es zu spät ist.
Der Film gibt einem genug Material zum nachdenken. Peter Kurth hat mir hier sehr gut gefallen. So stelle ich mir einen
Türsteher am Kiez vor. Der Verfall, die Stille des Filmes, die wenig gesprochenen Worte und der sp\374rbare Schmerz über den
Verlust des Körpers fand ich genial umgesetzt. Der Film erzähltüber die wichtigen Dinge, die man doch oft zu sehr vernachlässigt.
Regie führte hier Thomas Stuber, der Film dauert 109 Minuten und ist FSK 12 Jahre.
Darsteller:
Herbert - Peter Kurth
Marlene - Lina Wendel
Eddy - Edin Hasanovic
Sandra - Lena Lauzemis
Ronja - Lola Liefers
Specht - Reiner Schöne
Janine - Kristin Suckow
Bodo - Udo Kroschwald