Eine fast perfekte Hochzeit
Eine fast perfekte Hochzeit ist ein Film aus Österreich und erschien 1998
Nach dem Seitensprung und der Scheidung ist dies der letzte Teil der Trilogie. Sigi wird nach Wien gerufen, da sein Ex Schwiegervater
im Krankenhaus liegt und er auf Julia aufpassen soll. Henny wird ebenfalls angerufen, sie soll das Erbe der Tante antreten. Schon in
schwarz gekleidet erfährt sie, das die Tante ja noch lebt, daraufhin ist sie mal wieder stinksauer auf ihren Vater. Die Tante möchte
das Henny zu ihr zieht, sie brauch Unterhaltung und jemanden der sich kümmert. Mit ihrem Bruder, dem Vater von Henny, ist sie seit
Jahrzehnten zerstritten. Dieser dürfe aber, wenn Henny sich entschließt zu ihr zu ziehen, in der Dienstbotenwohnung wohnen. Das ist
Ansporn für Vater Schönberg alles zu verwirren. Das Henny mit Peter und nicht mit Sigi in Wien ankommt, frappiert zunächst die Eltern,
später aber die komplette Familie. Tante Marlene hält vorerst Peter für Sigi und den Ehemann von Henny. Als die Tante erfährt das Henny
noch gar nicht verheiratet ist, macht Tante Marlene es ihr zur Aufgabe. Ein christliches Haus und eine wilde Ehe funktioniert halt nicht.
Schnell erkennt sie doch, das Sigi nicht Peter und Peter nicht Sigi ist. Letztendlich landen Sigi und Henny doch noch auf dem Standesamt.
Und, sagt sie ja? Oder doch nicht? Man erinnert sich hier gerne an den Anfang des ersten Teiles.
Dieser letzte Teil des Dreigespanns ist ein heilloses Durcheinander. Am meisten sorgt hier Hennys Vater für Wirrwarr. Mit seiner hektischen
Stimme und den Gesten bringt er den kompletten Film in eine große Unruhe. Das ist sehr schade, hatte er in den ersten beiden Teilen zwar eine
Hauptrolle, war er dort jedoch nicht so präsent. Blendet man ihn aus, hat man eine nette Fernsehunterhaltung, leider aber auch nicht mehr.
Dieser Teil kommt mit den beiden vorangegangenen meiner Meinung nach überhaupt nicht mit. Die Darsteller sind oft stocksteif und warten auf ihr
Kommando um zu aggieren, so kam es mir auf jeden Fall vor. Nur gut das nach diesem Teil Schluß war und das Team sich wieder anderen Dingen
gewidmet hat. Eine perfekte Darstellung von Tante Marlene hat jedoch Hildegard Knef in ihrer letzten Rolle hingelegt. Diese feine, überhebliche
und clevere Frau konnte nur sie so spielen. Das war fantastisch. Sie hatte eine tolle Ausstrahlung! Einen 4. Teil gibt es nicht, und das ist auch
gut so. Da würde ich auch streiken. Zum Glück hat sich das Team dann anderen Dingen zugewandt wie zum Beispiel Oben Ohne.
Trotzdem eines meiner Lieblingsteams.

Darsteller:
Henny Schönberg - Elfi Eschke
Sigi Hirnschroth - Andreas Vitásek
Tante Marlene - Hildegard Knef
Dr. Peter Sommer - Alexander Goebel
Renate Hirnschroth - Claudia Kment
Julia Hirnschroth - Nicola Etzelstorfer
Hennys Vater Uwe - Hans Clarin
Hennys Mutter Karin - Monika John
Sigis Opa Felix - Heinz Petters
Sigis Mama Paula - Kitty Speiser
Sigis Papa August - Ernst Konarek
Renates Großmutter Rosemarie - Hilde Sochor
Renates Mutter Theres - Lotte Ledl
Standesbeamter - Herbert Prikopa
Krankenschwester - Stefanie Werger
Pensionswirtin - Toni Netzle