Der Hochzeitstag
Der Hochzeitstag ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1985
Ganz untypisch feiert Familie Kranz den 23. Hochzeitstag mit Freunden da Werner Kranz ständig unterwegs ist,
und zur Silberhochzeit wahrscheinlich gar keine Zeit hat. Niemand ahnt, das er den 25. auch nicht feiern will.
Er verabschiedet sich erst von seiner Freundin mit dem Versprechen, seiner Frau heute alles zu gestehen.
Den Hochzeitstag hat er natürlich komplett vergessen und er ist genervt das jetzt auch noch Freunde kommen.
Die Feier läßt er über sich ergehen und spät am Abend erzählt Werner seiner Frau Ulla das er eine Freundin hat.
Die nächste Dienstreise wird er mit ihr verbringen. Vor vollendete Tatsachen gestellt, enttäuscht und traurig
nutzt Ulla die Zeit um sich eine Wohnung zu suchen, ein paar Möbel mitzunehmen und geht auf Arbeitssuche.
In ihrem Alter und so lange aus dem Beruf wird das natürlich nichts. Tochter Jenny fährt lieber nach Spanien
statt bei ihrer Mutter zu bleiben und so nimmt auch Ulla sich eine Auszeit. In einem schönen Hotel läßt sie
es sich gut gehen, lernt auch einen Mann kennen, der wesentlich jünger ist. Trotzdem beginnt auch sie eine
Affäre, aus Verletztheit oder aus Rache? Sie genießt die Zeit mit dem jungen Mann, er will gerne mehr,
aber sie ist so kurz nach der Trennung zweigeteilt. Unterdessen merkt Werner, das das Leben mit einer so jungen
Frau doch nicht nur schön ist. Sonst haben sie sich eher selten gesehen, jetzt hat Marion auch mal keine Zeit
da auch sie arbeitet. So jung und flippig, immer unterwegs, viel feiern mit Freunden, das hatte er nicht auf
dem Plan. Aus Spanien zurück erfährt Jenny das sie schwanger ist, der Freund trennt sich daraufhin, er möchte noch kein Kind.
Sie hat mit der Hilfe der Mutter gerechnet, die aber nun echt andere Sorgen hat. Zuerst wird sie mal vor den Kopf
gestoßen. Am Ende bietet die Mutter ihr doch noch Hilfe an, ist ja auch klar, Mutter bleibt immer Mutter, und
es steht im Raum, das sie wieder mit Werner zusammen findet. Der letzte Satz ist ungefähr: Es gibt da noch viel zu bereden.
Damit endet der Film. Total offen! Das ist schade, hätte gerne ein Ende gehabt oder eine Fortsetzung.
Fand den Film sehr ruhig, für so eine Trennung, aber er war spürbar traurig, zumindest was Ulla angeht.
Das Gefühl alleine zu sein kam sehr gut rüber, die Verletzungen waren fühlbar. Witta Pohl war wohl die beste
Besetzung für die Rolle, ihr nehme ich alles ab. Der rücksichtlose egoistische Ehemann wurde auch gut gespielt.
Den Vorschlag, Ulla sollte sein Verhältnis doch akzeptieren ist wohl ein Männerwunsch, dem sich keine Frau beugen sollte.
Alles in allem wurde ein zeitloses Thema mit einer Starbesetzung gut verfilmt.
Regie führte hier Konrad Sabrautzky, der Film dauert leider nur 85 Minuten.

Darsteller:
Ulla Kranz - Witta Pohl
Werner Kranz - Dieter Kirchlechner
Jenny Kranz - Nina Hoger
Marion - Maja Maranow
Robert - Karl-Heinz von Hassel
Johannes - Michael Tanneberger
Rückert - Rudolf Wessely
Peter - Bernd Herberger
Marlies - Xenia Pörtner