Mein langer Weg, Alfred Bruske
Mein langer Weg von Alfred Bruske, Lebensstationen von Schlesien, Flucht über Vertreibung zur Heimatfindung
Alfred Bruske wurde 1931 in Hermsdorf/Schlesien geboren. Wie alle Kinder in dieser Zeit hat er den Krieg hautnah miterlebt.
Während sie noch einige Jahre ums überleben bzw nicht verhungern kämpften, wurden sie irgendwann vertrieben. Sie mußten
raus aus der Heimat weil es dort für Deutsche keine Zukunft mehr gab. Schon früh lehrte sein Opa ihm das die Nazis nichts
gutes vorhaben. Er hat dies immer befolgt und hat den Christlichen Glauben seiner Großmutter angenommen und bis heute lebt
er diesen auch. Nach der Vertreibung in den Westen macht er die Schule fertig und beginnt eine Schreinerlehre.
Das war immer sein Traum und er beendet die Lehre, wenn auch in einem anderen Betrieb. Er schließt sich einer katholischen
Jugendgruppe an, besteht eine Begabtensonderprüfung und wurde zum Studium zugelassen. In einer Möbelfabrik verdiente er zwar
gutes Geld, aber er hatte den Traum zu studieren und war zuletzt Oberstudienrat für katholische Religion und Kunst.
Seine Frau lernte er in der katholischen Jugend kennen, sie arbeitete als Lehrerin und dort haben sie sich getroffen.
Herr Bruske war an verschiedenen Orten tätig. Die Eifel war aber immer einer seiner Lieblingsorte, und dort ist er letztendlich
auch gelandet. Nach vielen Jahren fuhr er nochmals in seinen Geburtsort, fand dort aber keine Heimat mehr. Diese fand er ganz
woanders. Aber das solltet ihr selber lesen. Das ist jetzt ziemlich kurz und knapp von mir umschrieben.
Da meine Eltern ebenfalls vertrieben wurden interessieren mich solche Bücher natürlich sehr. Oft habe ich zu meiner Tante gesagt,
du solltest mal ein Buch schreiben, aber bei uns hat niemand die Begabung so gut zu schreiben.
Und hier habe ich ein Buch gefunden, wo ich vieles besser verstehen kann. Es ist mit 216 Seiten recht dünn und lässt sich flüssig
lesen. Wäre es dreimal so dick, hätte ich es ebenfalls gelesen. Es hat mich fasziniert mit welcher Liebe ein Buch geschrieben werden
kann. Es sprüht vor Dankbarkeit, man fühlt sich einfach wohl auf diesen Seiten. Nichts wird übertrieben, nichts wird in die Länge
gezogen, niemand wird schlecht gemacht und das trotz der schweren Zeiten und der furchtbaren Erlebnisse.
Die Liebe zu unseren einheimischen Vögelchen und zur Natur sind allgegenwärtig und man spürt sie einfach sobald man anfängt zu lesen.
Da habe ich eine Gemeinsamkeit mit dem Autor. Auf in die Natur und raus. Und dieses Jahr war sogar ein Stieglitz in meinem Garten.
Das nur nebenbei. Das Buch ist für jedermann geeignet der Vorfahren im ehemaligen Deutschen Gebiet östlich hat, für jeden der
Vorlieben für Biografien hat und für jeden der einfach mal ein schönes liebevoll geschriebenes Buch lesen möchte. Ich fand es toll!
Wirklich toll! Ich las über das Buch in einer Wochenzeitschrift hier im Dorf und habe es mir zum Geburtstag gewünscht.
Ein schönes Geschenk! Vielen Dank lieber Herr Bruske, sie haben mir eine große Freude mit diesem Buch bereitet!
Einen Absatz möchte ich noch anfügen. Da Alfred Bruske als uneheliches Kind geboren wurde schrieb er auf einer Seite:
Man darf also davon ausgehen, dass ich alles andere als ein Wunschkind war. Nun glaube ich ja, dass der Herrgott auch noch
seine Hand im Spiel hat, wenn ein neuer Mensch diese Welt betritt. Unserem Herrgott hat es wohl gefallen, dass ich zur Welt kam.
So bin ich ein Wunschkind Gottes. Ist das nichts? Ein sehr schöner Gedanke finde ich!
Infos zum Buch und zu Alfred Bruske gibt es HIER!
Ich kann es wärmstens empfehlen! Nach einem freundlichen Telefonat mit dem Autor mache ich dies noch lieber!
Ein signiertes Buch habe ich jetzt auch nach einem Besuch bei diesem netten sympathischen Herrn.