Lauf Junge lauf
Lauf Junge lauf erzählt filmisch die Geschcihte des 9 jährigen Skrulik, einem Juden der aus dem Warschauer Ghetto flieht.
Sein Vater bringt ihn dazu sich Jurek zu nennen, und wenn er möchte soll er alles vergessen was früher war, aber niemals, das er Jude ist.
Mit dieser eindringenden Botschaft fängt Jurek an zu laufen. In Wäldern versteckt er sich, wenn er verfolgt wird geht er ins Wasser, dort
verlieren die Hunde seine Spur. Er läuft im Winter bis zur Erschöpfung und fällt zum Glück vor die Türe von Magda. Ihr Mann und ihre Söhne
sind Partisanen und versuchen ihr Land zu schützen. Sie leben und kämpfen in den Wäldern. Bei Magda kann er eine gewisse Zeit bleiben.
Jedoch weiß sie, wann es gefährlich wird und schickt ihn gut vorbereitet weg. Der Junge hat jetzt auf alles eine Antwort, er kann das Vater Unser
beten, hat ein Kreuz um den Hals und grüßt mit Gelobt sei Jesus Christus. Selbst für seine Beschneidung hat er eine Ausrede. Diese glaubt ihm jedoch
niemand und darum ist er immer wieder auf der Flucht. Viele wollen ihn verraten und Geld kassieren, aber ebenso viele wollen ihn beschützen.
Srulik ernährt sich von dem was er finden kann, wenn er nicht gerade irgendwo Arbeit findet. Bei der Hofarbeit verletzt er sich schwer und muß in ein
Krankenhaus. Der Arzt weigert sich jedoch ihn zu behandeln, da er in ihm den Juden erkennt. Ein anderer Arzt muß ihn am nächsten Tag den Arm
unterhalb amputieren. Der Verweigerer jedoch ruft die Gestapo, so das Srulik wieder einmal fliehen muß. Er geht nach Osten, denn von da kommt der Russe.
Zwischen den Panzern sieht er ein junges Mädchen. Dieses nimmt ihn mit nach Hause und Jurek/Srulik kann dort bleiben. Bis zum Ende des Krieges.
Als dort ein Mann erscheint der angeblich Jude ist und ihn mitnehmen will, traut er niemandem. Er soll in ein jüdisches Waisenhaus um dort wieder
Jude zu sein, er soll für sein Volk seinen Namen wieder annehmen. Dies wird ihm aber erst klar, als er mit dem Mann jüdisch sprechen kann und als in seiner
Erinnerung sein Vater auftaucht, beim Besuch des früheren Hauses kommen ihm die Bilder in den Kopf: Vergiß niemals das du Jude bist. Und so entscheidet er sich
mit in das Waisenhaus zu gehen. Hiermit endet der doch sehr emotionale Film.
Zeitzeugen, lese ich gerne und sehe ich gerne und dieser Film war für mich ein absoluter Gänsehautfilm. Der arme Junge tat mir so leid, er verlor
seine Familie, seinen aufgepäppelten Hund, immer wieder verlor er seine neuen Freunde aber nie, niemals seinen Lebenswillen. Dank seinem Vater.
Es ist sicher schwer eine solche Biografie nachzudrehen, aber hier ist es total gelungen, meine ich. Der Film ging mir sehr ans Herz und das
nicht nur weil der Junge mir leid tat, das war sicherlich so, aber ebenso gab es immer wieder Polen die ihn ohne zu fragen aufgenommen haben.
Das er immer wieder den SS Leuten entwischte, hat mir richtig gut getan. Der Film erzählt das Leben von Yoram Fridman aus der Biografie geschrieben
von Uri Orlev. Das Buch muß ich noch haben.
Regie führte hier Pepe Danquart, der Film hat 107 Minuten, ist von 2013 und auf DVD erschienen.
Darsteller:
JurekStaniak, Srulik Fridman - Jandrzeij Tkacz, Kamil Tkacz
Hersch Fridman - Zbigniew Zamachowski
Riwa Fridman - Katarzyna Bargielowska
Ewa Staniak - Grazyna Szapolowska
Frau Herman - Jeanette Hain
Frau Kowalski - Izabela Kuna
Herr Kowalski - Przemyslaw Sadowski
Magda Jaczyk - Elisabeth Duda
Pawel - Lukasz Gajdzis
Fischer - Lech Dyblik
SS Offizier - Rainer Bock
SS Offizier - Jochen Hägele