Michael
Michael von Deborah Fowler ist die Erfahrung einer Adoption in Rumänien.
Die Fowlers sind auf der Suche nach einem Mächen, jünger als ihr leiblicher Sohn. In einem Waisenhaus
in Rumänien stossen sie jedoch durch Zufall auf Marian, eines von vielen Kindern die in den Waisenhäusern
des Landes vor sich hin vegetierten. Anders kann ich es laut der Beschreibung des Buches nicht nennen.
Marian, auf englisch Michael, hat trotz des Drecks, trotz des Hungers, der Verletzungen, der Verwahrlosung
ein lächeln für die Fowlers. Sie sind verzaubert von dem kleinen Jungen und wollen ihn aus dieser Hölle
rausholen. Ein Kampf gegen Windmühlen beginnt. Sie haben nur ein Ziel, den Jungen zu bekommen bevor er stirbt.
Mit Bestechung, gegen Bezahlung halten sie den kleinen mit Hilfe anderer Menschen am Leben.
Am Ende schaffen sie die Adoption und Michael kommt mit der Familie nach England.
Am Anfang des Buches waren mir zuviele Namen im Spiel, da kam ich nicht ganz mit.
Als sie aber Michael im Arm hielten war es um mich geschehen und ich hoffte sehr das sie es schaffen.
Der Anfang zieht sich etwas, aber das Buch öffnet einem die Augen über die Zustände rumänischer Waisenhäuser.
Nun ist das Buch von 1992 und man kann nur hoffen das sich etwas getan hat. Die Menschen haben selber kaum
genug zum leben, da ist es ein leichtes Kinder abzuschieben. Furchtbarer Gedanke.
Der Kampf um die Adoption dauert lange, aber die Fowlers geben nicht auf. Eine tolle Familie!
Es ist sehr interessant zu lesen, sehr einfühlsam, aber auch brutal ehrlich. Für mich ein gute Leseerfahrung.
Erschienen bei Bastei Lübbe unter ISBN 340461240x