PIgs will fly
Laxe ist Polizist in Berlin und ist verheiratet mit Manuela, die in einem Supermarkt arbeitet.
In ihm tickt eine Bombe, er denkt seine Frau geht ihm fremd. Er wartet auf dem Parkplatz des Supermarktes
um mit seiner Frau nach Hause zu fahren. Schon eine kleine Unterhaltung mit einem ihrer Kollegen bringt
ihn auf 180 und er schlägt sie grün und blau, er tritt, prügelt und schreit.
Manuela kommt ins Krankenhaus und sie erstattet Anzeige, das jedoch nur unter Beruhigungsmitteln.
Laxe wird suspendiert, muß Dienstausweis und Waffe abgeben und flüchtet zu seinem Bruder nach Amerika.
Sein Bruder ist das totale Gegenteil. Die Prügel vom Vater haben ihn zu einem sensiblen und ruhigen
Menschen gemacht, im Gegensatz zu Laxe. Die Brüder leben ein paar Wochen zusammen in einer WG.
Inga wohnt ebenfalls in der WG. In ihr sieht Laxe eine neue Frau, die er bedrohen, beobachten und verfolgen kann.
Sie läßt sich ahnungslos auf ihn ein und wird schwanger. Als der Vater stirbt fliegen die Söhne nach Deutschland zurück.
Nach der Beerdigung trennt sich Manuela von Laxe. Beeindruckend die Szene als er die Faust hebt und auf das Bild
seines Vaters schaut. Die Brüder fliegen zurück in die Staaten und es kommt wie es kommen muß, nach einer Party
prügelt Laxe aus Eifersucht auf Inga ein. Thomas hält ihn zurück und schlägt zum ersten mal zu.
Das ist eine Kurzfassung des absolut genialen Filmes von Eoin Moore.
Bei der Handlung des Filmes wird klar das Gewalt Gegengewalt erzeugt. Hat man in der Kindheit viel Gewalt erfahren,
so ist es sehr oft so, das man auch gewalttätig wird. Nicht immer, aber man hört es ja so oft das es quasi "vererbt" wird.
Das wird hier sehr deutlich, ebenso das krasse Gegenteil das den Bruder ausmacht. Er findet seine Ruhe bis zu dem Punkt,
wo auch er nicht mehr kann. Die Besetzung der Rollen ist einfach nur brillant, jeder Kopf ein Charakter, jeder Charakter
richtig gut besetzt. Pigs will fly dauert 102 Minuten und ist sehenswert wenn man Filme mit Hintergrund mag.
Wer heute keine Lust hat groß nachzudenken und Spaß haben will, sollte den Film auf einen anderen Tag verlegen.
Fazit: Ein Trauma in der Kindheit hat nie ein Ende auch wenn man es noch so möchte.
Darsteller:
Laxe - Andreas Schmidt
Inga - Laura Tonke
Walter - Thomas Morris
Manuela - Kirsten Block
Stacey - Alexis Lezin
Ingas Onkel - Udo Kier
Vater - Hans Peter Hallwachs