Quecksilber von Anelie Nothomb
Quecksilber von Amelie Nothomb
Hazel wurde bei einem Fliegerangriff verletzt, ihre Eltern sind gestorben. Kapitän Loncours nimmt sich ihrer an.
Er kümmert sich, er versteckt sie vor der Außenwelt, damit niemand ihr entstelltes Gesicht sehen kann. Alle Spiegel
im Haus sind entfernt worden, die Fenster so hoch eingebaut das sich niemand drin spiegeln kann. Selbst das Wasser läuft
überall nur durch. Kein Spiegelbild zu sehen. Francoise ist eine junge Krankenschwester die gerufen wird. Kapitän
Loncours nimmt ihr das Versprechen ab, kein Wort zu verlieren. Das kann Francoise sicher gut.
Sie geht zu Hazel und pflegt sie. Von Anfang an hat sie eine Ahnung das sie abgehört werden, darum ist sie sehr vorsichtig.
In Rätseln versucht sie ihr zu sagen, was in dem Haus vorgeht, doch Hazel hat dafür kein Ohr.
Ein Plan geht schief und ab sofort ist auch Francoise gefangen in den Klauen des 77 jährigen Kapitän Loncours.
Mit einem Trick möchte sie Hazel befreien und ihre wahre Schönheit zeigen. Hier spaltet sich das Buch denn es gibt 2 Enden.
Ich muß zugeben so ein Buch habe ich noch nie gelesen. Es ist nicht gerade dick, deshalb hatte ich es auch an einem Tag durch.
Allerdings kann ein Buch noch so dünn sein, wenn es mich nicht fesselt kann es ewig dauern. Der Roman besticht durch viele
Dialoge, sowas mag ich sehr gerne. Die beiden jungen Damen, Hazel steht kurz vor ihrem 23.Geburtstag und die Krankenschwester
werden Freundinnen. Auch wenn es schwierig ist wenn man abgehört wird. Hat man das Ende gelesen verweist die Schriftstellerin auf ein
mögliches 2. Ende. Das war faszinierend. Ich kann verstehen warum sie sich nicht für eins entscheiden konnte. Beide male ist das
Ende fantastisch. Ein Spiel mit der Liebe, mit der Wahrheit, mit der Lüge, mit vielen versteckten Andeutungen und trotzdem leicht
zu lesen und zu verstehen. 2 Enden, einfach nur klasse! Da komm ich noch nicht drüber ...
Das Buch erschien im Diogenes Verlag unter ISBN: 9783257233827