Sophie Scholl ist ein deutscher Film aus dem Jahre 2005.
Deutschland 1943
Sophie, ihr Bruder Hans und Willi Graf sind Mitglieder der weißen Rose. Die Widerstandsgruppe bereitet in einem Keller eine Aktion vor.
In der Uni wollen sie Flugblätter verteilen. Diese Aufgabe übernehmen Hans und Sophie. Als sich die Türen der Hörsäle öffnen schubst
Sophie einen Stapel Blätter von der oberen Etage in den Hauptsaal der Uni. In der Menschenmenge wurden sie jedoch vom Hausmeister gesehen.
Dieser hält sie fest und ruft die Polizei. In langen Verhören werden die Geschwister gequält, bleiben aber standhaft bei ihren Aussagen.
Schließlich sollen sie wieder auf freien Fuß kommen. Kurz vor der Unterschrift wendet sich jedoch das Blatt. Es ist eindeutig bewiesen
das die beiden mit Christoph Probst zusammen an der Verbreitung der Flugblätter beteiligt waren. Im nationalsozialistischen Deutschland
werden sie zum Tode verurteilt. Das Gericht trifft seine Entscheidung sehr schnell, der Pflichtverteidiger sagt nichts. 99 Tage sollen
nach der Urteilsverkündung noch Zeit sein, aber auch diese sind den Geschwistern nicht gegönnt. Das Urteil wird zügig vollstreckt.
Ein kurzer Besuch noch von den Eltern und die Guillotine wartet. Der Bildschirm wird dann schwarz und man hört 3x das Fallbeil
Der Film ähnelt einem Theaterstück, der Dialog zwischen Sophie und dem Gestapo Beamten ist zentraler Mittelpunkt des Filmes.
Hier wird die Charakterstärke von Sophie Scholl deutlich sichtbar. Sie bleibt bei ihrer Aussage bis kein Ausweg mehr besteht.
Ein Film über Deutschlands dunkelste Zeit und drei mutige Menschen die sich dem entgegensetzen wollten. Leider ohne Erfolg.
Die Gerichtsverhandlung ist ein Witz, der Saal gefüllt mit Hitlerkreuzen, der Anwalt der dreien ist ein Nazi der sich nicht mal
bemüht das Urteil zu mindern, er fordert es sogar mit seinem Schweigen ebenfalls. Heute undenkbar.
Gut inszeniert, man hält oft den Atem an. Auch wenn man die Geschichte kennt, will man das Ende eigentlich nicht sehen.
Der schwarze Bildschirm mit den Geräuschen des Fallbeiles ist ein Ende das man im Kopf behält. Da stellt man sich die Frage,
hätte ich den Mut gehabt eine solche Aktion durchzuführen? Ich wäre mit Sicherheit nicht so mutig. Nein, kein Konjunktiv, ich bin
nicht mutig, darum bewundere ich alle Widerstandskämpfer der weißen Rose oder die Edelweißpiraten. Sollte Pflichtprogramm in Schulen
sein, gerade in heutigen Zeiten. Und das ist sicher nicht nur meine Meinung.
Regie führte hier Marc Rothemund, der Film ist FSK ab 12 Jahren und hat eine Länge von 116 Minuten.
Darsteller:
Sophie Scholl - Julia Jentsch
Hans Scholl - Fabian Hinrichs
Gestapo Beamter Mohr - Alexander Held
Else - Johanna Gastdorf
Roland Freisler - André Hennicke
Christoph Probst - Florian Stetter
Schmorell - Johannes Suhm
Willi Graf - Maximilian Brückner
Vater Scholl - Jörg Hube
Mutter Scholl - Petra Kelling