Ein fast perfekter Seitensprung ist ein Film aus Österreich. Er erschien 1996.
Henny Schönberg hat die Schnauze voll und läuft vom Altar im Hochzeitskleid weg. Zu Hause ist der etwas schrullige Vater hinter ihr her.
Dieser möchte unbedingt das Henny ihren Martin heiratet, denn dessen Familie ist reich. Nur mit ihrem Hochzeitskleid und ihrer Handtasche,
in der sich lediglich etwas Geld für einen Flug nach Wien befindet, haut Henny ab. Sie möchte einmal nur das tun was sie will.
Mit einer List erschleicht sie sich eine Sweet in einem Hotel, die sie niemals bezahlen kann. Das merkt auch der Hoteldetektiv und gibt ihr
einen guten Tip. Mit diesem Hinweis trifft sie auf Sigi, der von seiner Frau genervt ist, die ihm ständig vorwirft er würde sie betrügen.
So kommt eins zum anderen, Sigi und Henny verlieben sich. Leider verpasst er jedoch ihr zu erzählen das er verheiratet ist.
Er besorgt ihr ein Zimmer (sein altes Jugendzimmer), sie weiß jedoch nicht das sie bei seinen Eltern wohnt und gegenüber seine Frau mit Kind
und dem untreuen Ehemann. Das mußte ja schief gehen und so kommt es wie es kommen muß, Henny erfährt das er verheiratet ist. Ihr Verlobter ist ebenfalls
inklusive ihrer Eltern nach Wien gekommen um sie zu holen. Das ist zuviel für Henny und sie packt ein paar Sachen und kommt schließlich in einem
LKW nach Italien unter. Natürlich folgt Sigi ihr und so endet der Film auch schon.
Diese sehr schöne und auch freizügige Komödie zeigt neben den tollen Hauptdarstellern auch die schönen Seiten von Wien.
Spielt die Hochzeit noch in Norddeutschland, geht es schon bald in die Hauptstadt Österreichs.
Hier wird einem vor Augen geführt das es schnell passieren kann, Gefühle kann man nicht steuern. Spricht Henny den Sigi erst einmal an,
weil sie denkt er hat Geld und sie kann ihn ein wenig ausnutzen, merkt sie spätestens in der Badewanne das es nicht funktioniert.
Dieser Mann ist einfach zu nett. Und dann passiert es halt das die beiden sich verlieben.
In einer Dokumentation über Reinhard Schwabenitzky hat Andreas Vitasek erzählt, das die Wanne in der Szene erst voll mit Schaum war.
Und der ging bei jedem Drehversuch mehr und mehr weg, bis er, wie im Film nicht mehr zu sehen war. Die gute Elfi beschwerte
sich wohl ein wenig und der Reinhard meinte nur: Sei jetzt nicht anstrengend und schon war die Szene im Kasten.
Die Doku lief mal zu einem runden Geburtstag glaube ich, aber sicher bin ich mir nicht.
Ein schöner Film, so rund, so alles drin was man für einen gemütlichen Abend benötigt. Für Freunde der Gemütlichkeit, der Liebesfilme und
Komödien bestens geeignet. Als Elfi Eschke Fan habe ich mich ja schon geoutet und auch hier spielt sie die Henny so das man vergißt das sie Elfi ist.
Hier sind viele Schauspieler dabei die man aus Schwabenitzky Filmen und Serien kennt. Das finde ich sehr schön, man gehört halt irgendwie zusammen.
So sind Herr Thieme aus Büro Büro dabei, Onkel Jakob aus Tour de Ruhr, aus Oben Ohne der Vater von Sigi, der dort den Hausmeister spielte.
Der Schwiegervater von Renate ist der Schoitl aus dem Kaisermühlenblues und hat dort ebenfalls die selbe Mutter.
Hennys Mutter spielte bereits in Büro Büro schon ihre Mama.
Der Film war so erfolgreich in Österreich das eine Trilogie draus entstand, die beiden anderen Teile folgen bald auch auf meiner Seite.
Regie führte hier Reinhard Schwabenitzky, der Film dauert ca. 101 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben.
Darsteller:
Henny Schönberg - Elfi Eschke
Sigi Hirnschroth - Andreas Vitásek
Renate Hirnschroth - Claudia Kment
Julia Hirnschroth - Nicola Etzelstorfer
Hennys Vater Uwe - Hans Clarin
Hennys Mutter Karin - Monika John
Sigis Opa Felix - Heinz Petters
Sigis Mama Paula - Kitty Speiser
Sigis Papa August - Ernst Konarek
Renates Großmutter Rosemarie - Hilde Sochor
Renates Mutter Theres - Lotte Ledl
Renates Vater Adolf - Peter Fröhlich
Martin von Platt - Sebastian Koch
Siglinde von Platt - Ingrid van Bergen
Klaus von Platt - Sepp Wäsche
Pfarrer - Gerd Burkhard
Hoteldetektiv - Karl Friedrich
Rezeptionist - Franz Buchrieser
Hotelpage - Daniel Keberle