Den Tod erleben
Marie de Hennezel arbeitet als Psychologin auf einer Palliativstation und wird täglich mit dem Tod und dem
sterben konfrontiert. Sie begleitet Menschen auf ihrem letzten Weg. In diesem Buch schildert sie bewegend
und liebevoll was Menschen bewegt wenn sie so kurz vor ihrem Ende auf Erden stehen.
Sie und ihre Kolleginnen, die Pfleger und Pflegerinnen tun alles um es ihren Menschen auf der Station so
angenehm wie möglich zu machen. Jeder soll so sterben wie er es für richtig hält. Vorher haben viele
unheilbar Kranke noch einfache Wünsche, Musik, alles von der Seele sprechen, wenn das noch möglich ist.
Auf der Station geschehen wundervolle Dinge, selbst wenn der Tod so nahe ist. Man sollte ihn nicht aus unserem
Leben verdrängen, er gehört dazu. In unserer Gesellschaft wird darüber selten gesprochen. Das sollten wir ändern.
Viele Sterbende helfen auch den arbeitenden Menschen auf der Station. Mit ihrer tiefen Dankbarkeit zeigen sie,
das die Schwestern und Pfleger viel für sie tun, das sie selbst den entstelltesten Menschen noch mit Zärtlichkeit
und Aufrichtigkeit begegnen.
Die Menschen auf einer Palliativstation werden medizinisch soweit betreut, das sie so wenig Schmerzen wie möglich
haben, jedoch wird hier keinerlei Therapie mehr an ihnen vollzogen. Diesen Menschen kann die Medizin nicht mehr helfen.
Das Buch hat mich sehr berührt, da ich sehr oft über dieses Thema lese, Reportagen schaue, mir Gedanken mache.
Die Pfleger / innen, Krankenschwestern / helfer und Psychologen verbringen hier Höchstleistungen und nehmen
selbst so viel mit. Nicht immer nur Trauer, es gibt Glücksmomente währende des Todes, lustige Situationen.
Das schönste ist aber sicher, das man den Menschen helfen kann, ihnen den Weg nicht erleichtern, aber schöner
gestalten kann. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzen will, dies Buch ist wundervoll und einfühlsam geschrieben.
Erschienen bei Bastei Lübbe Unter ISBN: 3-404-61370-8