Als ich unsichtbar war, ist eine Erzählung eines jungen Mannes der 11 Jahre als hirntod galt.
Martin Pistorius ist 12 Jahre alt, als ihn eine heimtückische Krankheit befällt.
Er verliert nach und nach die Kontrolle über seinen Körper, seine Sprache und ist nach wenigen Monaten
vollkommen hilflos. Schwerstbehindert, oft behandelt wie ein Gegenstand oder sogar noch schlimmer.
Das sein Gehirn langsam wieder erwacht bekommt zuerst niemand mit. So erlebt er Misshandlungen, kann sich
aber nicht wehren da er sich keinen Zentimeter bewegen kann. Er wird beschimpft, geschlagen und gedemütigt.
Bis eine Pflegerin merkt das mehr in ihm steckt, das er mehr als eine Hülle ist.
Langsam taucht Martin auf, lernt eine Hand wieder zu bewegen, wenn auch zittrig, er kann mit den Augen reden
und nach und nach erlernt er mithilfe von Tafeln die Sprache.
Er kann anhand eines Laptops zeigen was er gerne essen möchte, er kann endlich sagen was er nicht möchte.
Eine Revolution für ihn, stellt euch nur mal vor ihr müßtet jeden Tag Brei essen und nach Jahren könntet ihr
euch für Bratkartoffeln entscheiden. So bekommt Martin nicht nur sein kleines Leben zurück.
Er bekommt Arbeit, findet Freunde und die Liebe seines Lebens. Heute ist er selbständig als Webdesigner und
lebt mit seiner Frau in England.
Das Buch hat mich sehr mitgenommen. Sowohl die negativen Seiten, wurden schonungslos beschrieben, aber auch
die positive Lebenseinstellung kam so authentisch rüber, es ist einfach toll zu lesen.
Erschienen bei Bastei Lübbe unter ISBN:9783404603565